Jeden ersten Donnerstag im Monat, 16 - 18 Uhr: Büchersprechstunde in der Eutiner Landesbibliothek
Sie haben alte und wertvolle Bücher in Ihrem Besitz, über die Sie mehr erfahren wollen? Kommen Sie in unsere Büchersprechstunde und lassen Sie Ihre Schätze begutachten und bewerten. Wir geben gerne Tipps zur Identifizierung und eventuell notwendigen Restaurierung.
Dieser Service ist kostenfrei.
Öffentlicher Abendvortrag
Veranstaltet gemeinsam mit den Freunden der Eutiner Landesbibliothek e. V
Die Eutiner Landesbibliothek lädt am 27. Mai 2026 um 19 Uhr (verschoben vom 20. Mai 2026) zum Abendvortrag mit Prof. Dr. Anna-Lena Sandberg ein. Der Vortrag beleuchtet insbesondere Baggesen als Reisenden und Kulturvermittler.
1789 reiste der zweisprachige Schriftsteller und dänisch-deutsche Grenzgänger Jens Baggesen mit dem Reiseziel Schweiz von Kopenhagen nach Deutschland. Auf der Reise vom Norden in den Süden entstand „Das Labyrinth“ und damit das erste moderne Prosawerk der dänischen Literatur, das nicht nur einen einmaligen Reiseführer zu Kultur, Landschaften und Städten, sondern auch eine soziale und geistige Kartographierung Nordeuropas in politischer Umbruchszeit sowie ein Selbstporträt des empfindsamen Schriftstellers darstellt.
Eine wichtige Funktion hatte der literarische Reisebericht auch als patriotisches Manifest im Kontext des dänisch-deutschen Gesamtstaats, denn hier spielt die Geographie des Herzogtums Holstein mit der Beschreibung von Eutin eine zentrale Rolle.
Fast zwei Jahrzehnte später, in den Jahren nach der sogenannten Inkorporation Holsteins durch den dänischen König im Jahr 1806, wurde Baggesen der erste Professor für dänische Sprache an der Universität Kiel.
Anna-Lena Sandberg ist Professorin an der Københavns Universitet in Kopenhagen. Teil ihrer Forschungen ist Baggesens Nachlass, welcher in der Universitätsbibliothek Kiel bewahrt wird und Briefe und Manuskripte, Entwürfe und Familienpapiere umfasst. Diese wurden in einer Zusammenarbeit mit dem Nordeuropainstitut der Universität Kiel und dem Landesarchiv Schleswig-Holstein neu sortiert, digitalisiert und transkribiert.
Wie schon die Vorträge über Johann Heinrich Voß und Johannes Falk steht auch dieser Vortrag im Zeichen der Reihe „Obiit Anno 1826“ und spürt damit einer weiteren Persönlichkeit des geistigen Lebens im (Nord-)Europa der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach, die im Jahre 1826 verstarb.
Wer noch Inspiration für die gerade angebrochene Gartenzeit braucht, ist herzlich eingeladen zur Feierabend-Führung durch die Kabinett-Ausstellung „Gartenbücher, Büchergärten und andere Gartenfreuden“ am Donnerstag, 28. Mai um 17 Uhr in der Eutiner Landesbibliothek.
Gärten und Bücher sind von jeher die ideale Kombination – beide sind wie nichts anderes dazu geeignet, darin einzutauchen, die Seele baumeln, sich inspirieren zu lassen. Und das klappt in beide Richtungen: Lesende (und natürlich auch Schreibende) lassen sich von Gärten und Gärtnernde sich von Büchern inspirieren. Die Geschichte der Gartenbücher und Büchergärten erzählt die kleine Ausstellung anhand von Büchern aus dem Bestand der ELB.
Im Mittelpunkt steht das Handbuch des Küchengärtners des Sonnenkönigs – Jean Baptiste de La Quintinie hat zwischen 1678 und 1683 den Potager du Roi anlegen lassen, der über Jahre hinweg den Hof Louis‘ XIV mit Obst und Gemüse belieferte. Einer, der sich die Gärten in Versailles um 1700 angeschaut und die seinen für viel gelungener befunden hat, war Pieter de La Court van der Voort. Der Tuchhändler mit dem Händchen für schöne Gärten hat mit seinen „Agréments de la campagne“ ein Standardwerk der niederländischen Gartengeschichte geschrieben, das natürlich auch Einzug in die fürstbischöfliche Bibliothek hielt.
Ebenso erzählt die Ausstellung von unserem Lokalmatadoren Christian Cay Lorenz Hirschfeld, dem Gartentheoretiker aus Kirchnüchel, der zwar nie einen Garten angelegt, aber dafür die Gemälde Caspar David Friedrichs beeinflusst hat. Und natürlich finden auch die Gärten von Jane Austen einen Platz – sowohl ihre eigenen als auch die in ihren Büchern. Ein weiterer englischer Garten ist der Chelsea Physics Garden, dessen erster Head Gardener Ende des 17. Jahrhunderts Philip Miller war, der gleichzeitig mit dem „Englischen Gartenbuch“ ein Standardwerk des Gartenbaus verfasste – wie auch rund 1600 Jahre zuvor Columella, römischer Schriftsteller um 50 n. Chr., mit „Vom Ackerbaw“.
Esther Dörrhöfer, die Bibliotheks- und Medienpädagogin der ELB, wird durch die von ihr kuratierte Ausstellung führen - und damit auch durch die Geschichte der Gartenbücher und Büchergärten.
Anmeldungen zur Feierabend-Führung bitte bis 27.5.2026 per Mail an info(at)lb-eutin.de oder telefonisch unter 04521-788770. Eintritt frei.
Öffentlicher Abendvortrag
Veranstaltet gemeinsam mit den Freunden der Eutiner Landesbibliothek e. V.
Das Programm finden Sie auf der Webseite der Universitätsgesellschaft