Bibliografie Reiseliteratur - Expertensuche

Weiße, Karl Georg (Pseud. für Albus, Karl Georg):
Weißens Schicksale und Verfolgungen in Deutschland und Spanien von ihm selbst beschrieben. - Halle: Michaelis und Bispink 1792. VIII, 256 S.

Der spätere Theaterdichter Karl Georg Weiße (auch: Albus) führte in seiner Jugend ein bewegtes Leben. Bis 1790 war er Erzieher und Hauslehrer, ging dann auf der Suche nach einer beruflichen Existenz nach Mainz und Gießen, bekam überall Ärger mit Universitäts- und Zensurbehörden, reiste über Süddeutschland in die Schweiz (die er gar nicht mochte, vor allem nicht »die schröcklichen mit Schnee bedeckten Gebirge« (S. 65), ging nach Norditalien und von Genua nach Spanien, wo er sich als Lehrer der deutschen Sprache in Barcelona niederließ, jedoch bald Ärger mit der Inquisition bekam (den er ausführlich beschreibt) und eingekerkert wurde. Nach langen Verhören wurde er nach Italien entlassen und ging wieder nach Deutschland. 1795 wurde er hannövrischer Soldat in Lüneburg. Der Bericht schildert die Ereignisse des Jahres 1790.

Rezensionen: ALZ 1793, 3. Bd., 220-224; NADB 5/2 (1793), 541-543; Goth. gel. Ztgn. 1793, 1. Bd., 381-383

Nachweise: Hadley 204; Goed. IV/1 667; Meusel GT IX 18; Heinsius IV Rom. 228; Ersch: Rep. II, Bd. 2 XV 512
Standorte: 30; 138-K
Sachbezug: Autobiographie
Geographischer Bezug: Deutschland ; Spanien ; Italien

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