Die Landräte der Kreise Eutin und Oldenburg 1950-1970

Vortrag von Antonia Grage, M. Ed. (Kiel): "Die Landräte der Kreise Eutin und Oldenburg im Spiegel der schleswig-holsteinischen Landratsgeschichte zwischen 1950 und 1970" in der Eutiner Landesbibliothek am 30.9.2020

Landrätinnen und Landräte in Schleswig-Holstein gehören untrennbar zur Geschichte ihrer Kreise – als Chefs der Kreisverwaltung verantworten und überblicken sie heute u. a. die praktische Umsetzung der politischen Beschlüsse der Kreistage. Ihr Rechtsstatus und Aufgabenrepertoire unterlagen seit der Einführung der Kreise 1867 in Schleswig-Holstein allerdings zahlreichen Veränderungen und auch der Landrat selbst – mit seinen biographischen, beruflichen und politischen Eigenschaften – war Teil veränderter Strukturen, neuer rechtlicher Anforderungen an das Amt und politisch-historischer Rahmenbedingungen. Zwischen 1950 und 1970 gab es jeweils zwei Landräte in den Kreisen Eutin und Oldenburg, aus denen 1970 der heutige Kreis Ostholstein erwuchs. Die Karrieremuster der Landräte Tackmann und Ohmstede (beide Kreis Eutin) sowie Rohwedder und Schlitt (beide Kreis Oldenburg) sollen dargestellt und in den Kontext der schleswig-holsteinischen Landratsgeschichte im zeitlichen Rahmen von der Kreisordnung 1950 bis zur Kreisgebietsreform 1970 gestellt werden.