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Signatur: Lk 147 (3)
Casas, Bartolomé de las:
Umbständige warhafftige Beschreibung Der Indianischen Ländern/ so vor diesem von den Spaniern eingenommen und verwüst worden/ Durchgehends mit schönen Kupfferstücken und lebhafften Figuren außgezieret/ Erst in Lateinischer Sprach außgeben Durch Bartholomaeum de las Casas, Bischoffen in Hispanien/ Jetzt aber in das Teutsche übersetzt/ und an vielen Orten verbessert/ in dieser neu- und letztern Edition. - [Heidelberg]: [Walter] 1665. [2] Bl., 119 S. Mit gest. Titel u. 17 gez. Kupfern im Text.

Originaltitel: Brevissima relación de la destruyción de las Indias, colegida por el Obispo don Fray Bartolome de las Casas, ò Casaus. Sevilla 1552.
[Lateinischer Übersetzungstitel:] Narratio regionum indicarum per Hispanos quosdam devastatarum verissima. Frankfurt 1598.
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Der spanische Dominikaner Las Casas (1474-1566) lebte von 1502 bis 1547 überwiegend in Lateinamerika und Mexiko. 1502 erwarb er Land auf Hispaniola und profitierte als Kolonist von den Tributleistungen und der Zwangsarbeit der Indianer. Nach seiner Weihe zum Priester setzte er sich gegenüber der spanischen Kolonialmacht für die Befreiung der Indianer von der Zwangsarbeit ein, an der viele von ihnen zugrunde gingen. Als Ersatz befürwortete Las Casas zunächst den Import afrikanischer Sklaven, die als Arbeitskräfte robuster seien, später wandte er sich aber ausdrücklich auch gegen den Einsatz afrikanischer Sklaven. Der Initiative von Las Casas sind Gesetze zu verdanken, die Karl V. 1542 für Westindien erließ und in denen die Indianer erstmals unter den Schutz des Rechts gestellt wurden.
Das unvollendet gebliebene Werk zur spanischen Konquista, »Historia general de las Indias«, geschrieben 1541/42, Erstdruck Sevilla 1552, wurde zunächst partiell in spanischer Sprache gedruckt. Es wurde 1579 ins Französische, 1583 ins Englische und 1598 ins Lateinische übersetzt. Das Gesamtwerk erschien erst 1875/76 im Druck, herausgegeben auf Grund der in spanischen Archiven liegen Handschrift.
Hier eine auszugsweise deutsche Übersetzung nach der lateinischen Ausgabe mit den Kupferstichen von Theodor de Bry, die ebenfalls der lateinischen Ausgabe entnommen sind.
Das Werk enthält geographische Nachrichten über Hispaniola, Kuba, Nicaragua, Mexiko, Venezuela und Peru, berichtet aber hauptsächlich über die bei Ankunft der Spanier bestehenden altamerikanischen Reiche und die Grausamkeiten der Spanier bei deren Zerschlagung. Enthalten ist die Verteidigung der Rechte der Indianer, die Las Casas 1542 in Spanien gegenüber Karl V. vortrug. Die erste Ausgabe dieser Übersetzung erschien 1599, die erste vollständige deutsche Übersetzung erschien erst 1790 mit dem Titel »Kurz gefasster Bericht von der Verwüstung der westindischen Länder«.
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Reiseorte: Südamerika; Mittelamerika; Peru; Nicaragua; Venezuela; Mexiko; Westindien; Hispaniola; Kuba