Signatur: K 627
La Caille, Nicolas Louis de:
Des Herrn Abts de la Caille, weiland Mitglied der königlichen Akademie der Wissenschaften zu Paris Reise nach dem Vorgebürge der guten Hofnung. Nebst dem Leben des Verfassers. Aus dem Französischen übersetzt [von Christian Heinrich Groskurd]. - Altenburg: Richterische Buchhandlung 1778. XXVIII, 227 S. Mit Titelvignette, 1 Kupfer u. gef. 1 Karte.
Originaltitel: Relation abregée du voyage fait par ordre du Roi, au Cap de Bonne-Espérance. In: Seconde suite des mémoires de mathématique ... tirés des registres de l'Académie royale, de l'année 1751. Amsterdam 1758. Journal historique du Voyage fait au Cap de Bonne-Espérance. Paris 1763.
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Der französische Theologe, Astronom und Geodät La Caille (1713-1762) reiste 1750 nach Kapstadt, um den südlichen Sternenhimmel zu erforschen und erstmals das Kapland astronomisch zu vermessen. 1753 gelangte er nach der Isle de France (Mauritius) und 1754 nach Bourbon (Réunion), wo er ebenfalls geodätische Messungen vornahm. 1754 kehrte er nach Frankreich zurück. Die deutsche Übersetzung der Reisebeschreibung folgt der 1763 posthum erschienenen französischen Ausgabe. Sie enthält einen biographischen Abriss mit einer Darstellung der wissenschaftlichen Leistungen La Cailles (»Historischer Bericht von dem Leben und den Schriften des verstorbenen Herrn Abts de la Caille«), darauf folgt das eigentliche selbstverfasste Reisetagebuch, ein Anhang über die Hottentotten und kritische Anmerkungen zu Peter Kolbs bislang maßgeblichen Südafrika-Werk "Caput Bonae Spei Hodiernum" (1719). La Caille widerspricht Kolb in vielen Punkten und stellt ihn als unwissenschaftlichen Reisebeschreiber dar. Das Reisetagebuch ist eher trocken und flüchtig geschrieben, was schon damalige Rezensenten bemerkten.
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Reiseorte: Afrika; Südafrika; Kap der Guten Hoffnung; Maskarenen; Mauritius; Réunion